Sportlerwahl 2026

6. Mai 2026

Bei der Sportlerwahl in Nordhausen gab es neben Premieren auch so manch Unerwartetes. Siegerin krönt damit ihre Sportkarriere.

Damit hatten die Basketballer des Seamrog BC von der SG Leimbach gar nicht gerechnet. Bei der Premiere der Sportgala des Kreissportbundes Nordhausen (KSB) wurden die Männer um André Rummel als beste Mannschaft 2025 ausgezeichnet.
„Wer hätte das gedacht?“, fragte Rummel ungläubig. „Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet. Wir waren schon überrascht, als wir nominiert waren. Jetzt haben wir sogar gewonnen.“
Dabei steht noch gar nicht fest, ob die Basketballer, die gerade bei den Play-off-Spielen den dritten Platz in der Landesliga geschafft haben, in der nächsten Saison weiterspielen werden. „Noch sind wir am Überlegen und Planen.“ Die Mannschaftsstärke ist nicht die größte und wir werden alle nicht jünger. Aber mit solch einer Ehrung werden wir die Köpfe noch mal zusammenstecken“, erklärte Rummel, der zusammen mit seinem Team auf T-Shirts extra eine Botschaft dabei hatte. Das gesamte Team stellte sich gegen Rassismus und für Weltoffenheit.

Die diesjährige Sportlerwahl war eine gelungene Premiere. Erstmals fand sie im Theater Nordhausen statt und versprühte einen ganz anderen Glanz, der beim Publikum gut ankam. So war es auch für Vereinsberater und Geschäftsführer Patrick Börsch eine Premiere am Regiepult. Eine Aufgabe im Hintergrund, die ihm gut gefiel und die er souverän ausführte.
Souverän führte auch KSB-Präsident Gert Störmer durch das Programm und nahm einen Preis vom Landessportbund Thüringen (LSB) entgegen, den Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel überreichte. Mit einer Liveschalte nach Weimar, wo der Medientag des LSB gleichzeitig stattfand, wurde der KSB für sein Mitmachheft „Böckchens Sportwelt“ mit dem Medienpreis ausgezeichnet.

Danach wurde es, passend für das Theater, im ersten Akt, sportlich. Der Nachwuchs im Alter von 7 bis 12 Jahren des Turn- und Sportvereins Nordhausen zeigte sein Können.

Nachdem der VfB Werther für seine nachhaltige Arbeit mit dem „Leuchtturm 2026“ ausgezeichnet wurde, ging es mit der Sportjugend und den Geehrten im Nachwuchs weiter. Dabei versprühte Thomas Riemekasten erneut gekonnt Charme auf der Bühne.

Nach der Pause wurde der zweite Akt mit einem Showact von Rina Hirayama (Gesang) und Hyolim Chi am E-Piano eingeleitet. Gänsehautfeeling. Dann war es endlich so weit und die mit Spannung erwarteten Ergebnisse bei den Erwachsenen wurden preisgegeben.

Für Siegerin Adriane Grunig war es der perfekte Abschluss einer langen Sportkarriere. 22 Jahre lang spielte sie auf hohem Niveau Volleyball und beendete ihre Karriere jüngst. „Als ich von der Nominierung erfahren habe, dachte ich mir noch, dass es perfekt wäre, zu gewinnen. Dass das auch wirklich eingetreten ist, damit habe ich nicht gerechnet. Es fühlt sich natürlich absolut schön an“, sagte die Volleyballerin mit einem großen Lächeln. Aber ganz aufhören kann sie freilich nicht. Kürzlich hat sie ihren Trainerschein gemacht, eine männliche Nachwuchsmannschaft übernommen und ist Spielerin der Seniorinnen, den „Comeback-Ladys“, die schon so manchen Titel einheimsten.

„Es war ein grandioser Abend. Wir hoffen, dass es auch bei den Gästen und den Geehrten der Fall war. Die Gegebenheiten und das Flair hier im Theater sind hervorragend. Von meiner Seite aus ein großes Dankeschön dafür. Gerne kommen wir wieder zur nächsten Sportlerwahl“, sagte abschließend Störmer, der zum Finale traditionell noch mal alle Sieger auf die Bühne holte.

Sebastian Fernschild (TA)

Foto Christoph Keil
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